Gottfried Riccabona

männlich 1879 - 1964  (84 Jahre)


Angaben zur Person    |    Medien    |    Ereignis-Karte    |    Alles    |    PDF

  • Name Gottfried Riccabona 
    Geboren 16 Jun 1879  Pocking, Bayern, Deutschland Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Geschlecht männlich 
    Occupation/Beruf Jurist, Rechtsanwalt 
    Occupation/Beruf Schriftsteller 
    Occupation/Beruf von 1934  Feldkirch, Vorarlberg, Österreich Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Präsident der Vorarlberger Rechtsanwaltskammer 
    Lebenslauf Gottfried Riccabona wurde am 16. Juni 1879 in Pocking/Bayern geboren und wuchs zunächst in Bozen auf. 1894 wurde sein Vater im Zuge des Eisenbahnbaus nach Vorarlberg versetzt, wo Gottfried Riccabona 1897 in Feldkirch die Matura ablegte. Anschließend entschied er sich für das Studium der Rechtswissenschaften und studierte in Innsbruck, München und Wien.
    Schon 1898 erscheint in der "Feldkircher Zeitung" am 17.9. aus Anlass des Todes von Elisabeth von Österreich das Gedicht "Uns'rer Kaiserin Grab" von "Gottfried Kuno Riccabona". 1899 veröffentlicht Riccabona Lyrik in der Salzburger Literaturzeitschrift "Alpenheim", wo zu jener Zeit auch Ludwig von Ficker publizierte. 1904 verfasst Riccabona das Drama "Patria Potestas". Es wird in Vorarlberg und auf einigen kleineren Bühnen in Süddeutschland aufgeführt.
    1905 erscheinen "Lieder und Stimmungen in Wien (Stern Verlag). Im selben Jahr verlobten sich Anna Perlhefter und Gottfried Riccabona in Feldkirch, 1906 heirateten sie, nachdem Riccabona im gleichen Jahr die Rechtsanwaltsprüfung mit Auszeichnung bestanden hatte.
    1908 erscheinen "Abschied - Gnade", zwei Einakter, in Berlin bei Wigand. 1909 eröffnete Gottfried Riccabona eine eigene Rechtsanwaltskanzlei und wurde für die deutsche Volkspartei Mitglied des Gemeinderates der Stadt Feldkirch.Im ersten Heft der Tiroler Kulturzeitschrift "Der Föhn" erscheint "Abend am Meer", in mehreren folgenden Ausgaben des Föhn sind Beiträge von Riccabona enthalten. Auch nach der Gründung des "Brenner" im Jahr 1910 als Gegenentwurf zum "Föhn" bleibt Riccabona dem "Föhn" treu.
    Im September 1910 übersiedelte die "Advocaturskanzlei Riccabona" ins Perlheftersche Haus. Das Haus der Familie Riccabona wurde zu einem regional sehr bedeutsamen Treffpunkt für Künstler und Intellektuelle.
    Im Frühjahr 1914 wird "Philippine Welser", eine "dramat. Dichtung in 3 Aufzügen mit Musik von Carl Senn" (bereits 1909 in Feldkirch im Selbstverlag des Verfassers erschienen), zur Aufführung am Augsburger Stadttheater angenommen. Wegen Ausbruch des 1. Weltkriegs kommt es nicht zur Premiere.
    1915 wurde dem Ehepaar Perlhefter-Riccabona ein Sohn, Maximilian, geboren, zwei Jahre später die Tochter Dora.
    1934 wurde Gottfried Riccabona zum Präsidenten der Vorarlberger Rechtsanwaltskammer gewählt, sein Sohn Max entschloss sich ebenfalls zum Studium der Rechtswissenschaften.
    1938 erzwang das NS-Regime das Ausscheiden Anna Riccabonas und ihres Bruders Max Perlhefter aus der vom Vater geerbten Firma. 1941 wurde Max wegen monarchistischer Betätigung inhaftiert, von Januar 1942 bis Ende April 1945 wurde er im Konzentrationslager Dachau festgehalten. 1943 sollte auch Anna Perlhefter-Riccabona von der Gestapo verschleppt werden, sie erlitt einen Schlaganfall und wurde dadurch verschont. 1944 war Gottfried Riccabona vier Wochen in Haft.
    Obwohl die erlittenen Vermögensverluste nach 1945 im Rahmen der gesetzlichen
    Vorgaben wiedergutgemacht wurden und die Familie Riccabona voll rehabilitiert war, hatten die Eingriffe aus der Zeit des Nationalsozialismus
    noch in den folgenden Jahren und Jahrzehnten deutliche Auswirkungen.
    1949 trat Max Riccabona, der in der unmittelbaren Nachkriegszeit politisch tätig war, als Rechtsanwaltsanwärter in die väterliche Kanzlei ein. 1960 starb Anna Riccabona, 1964 Gottfried Riccabona.

    Quelle: http://www.uibk.ac.at/brenner-archiv/projekte/riccabona/biographie/biographie.html (Stand: 23.11.2012)  
    Gestorben 1964 
    Personen-Kennung I15285 
    Zuletzt bearbeitet am 27 Jan 2016 

    Familie Anna Franziska Perlhefter,   geb. 29 Nov 1885, Feldkirch, Vorarlberg, Österreich Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 1960  (Alter 74 Jahre) 
    Verheiratet 1906 
    Kinder 
     1. Maximilian Riccabona,   geb. 31 Mrz 1915, Feldkirch, Vorarlberg, Österreich Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 04 Okt 1997, Lochau, Vorarlberg, Österreich Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 82 Jahre)
     2. Lebend
    Zuletzt bearbeitet am 25 Nov 2012 
    Familien-Kennung F32729  Familienblatt

  • Ereignis-Karte
    Link zu Google MapsGeboren - 16 Jun 1879 - Pocking, Bayern, Deutschland Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsOccupation/Beruf - Präsident der Vorarlberger Rechtsanwaltskammer - von 1934 - Feldkirch, Vorarlberg, Österreich Link zu Google Earth
     = Link zu Google Maps 
     = Link zu Google Earth 
    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Fotos
    Familie Perlhefter-Riccabona in Gaschurn, vor 1938
    Familie Perlhefter-Riccabona in Gaschurn, vor 1938
    Familie Perlhefter-Riccabona in Gaschurn, vor 1938, Hotel Rössle
    Tisch hinten von links:
    Gendarm Moosbrugger, Dora Riccabona, Gottfried Riccabona, Anna Perlhefter-Riccabona, Max Riccabona
    Tisch vorne rechts:
    Universitätsprofessor Gidon - Röntgen-Pionier (weißbärtig)
    Mme. Gidon ("La petite chatte") Übersetzerin von Joseph Roth

    Quelle: http://www.uibk.ac.at/brenner-archiv/projekte/riccabona/biographie/blanchgidon.html (Stand: 25.11.2012)




Diese Website läuft mit programmiert von