Dr. med. Eugen Steinach

Dr. med. Eugen Steinach

männlich 1861 - 14 Mai 1944  (82 Jahre)

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  • Name Dr. med. Eugen Steinach 
    Titel Dr. med. 
    Residence von 1861 bis 1863  Schweizerstraße 9 (eh. Israelitengasse 51/Brunnerstraße 11), Hohenems, Vorarlberg, Österreich Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Geboren 27 Jan 1861  Hohenems, Vorarlberg, Österreich Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Geschlecht männlich 
    Education 1886  Innsbruck, Tirol, Österreich Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Promotion 
    Education vor 1886  Geneve (Genf), Genf, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Studium der Medizin 
    Education vor 1886  Wien, Wien, Österreich Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Studium der Medizin 
    Emigration um 1887  Praha (Prag), Hlavní mesto Praha, Tschechien Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Occupation/Beruf von um 1887  Praha (Prag), Hlavní mesto Praha, Tschechien Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Assistent von Ewald Hering an der Deutschen Universität 
    Education 1890  Praha (Prag), Hlavní mesto Praha, Tschechien Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Habilitation (Physiologie) 
    Religion um 1891 
    Konversion, getauft, evangelisch 
    Residence nach 1890 bis 1938  Wien, Wien, Österreich Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Occupation/Beruf von 1895 bis 1907  Praha (Prag), Hlavní mesto Praha, Tschechien Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    außerordentlicher Professor (Deutsche Universität) 
    Occupation/Beruf von 1907 bis 1912  Praha (Prag), Hlavní mesto Praha, Tschechien Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    ordentlicher Professor (Deutsche Universität) 
    Occupation/Beruf von 1912  Wien, Wien, Österreich Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Leiter einer Abteilung der Biologischen Versuchsanstalt der Akademie der Wissenschaften 
    Emigration 1938  Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Flucht vor NS-Verfolgung 
    Occupation/Beruf Arzt, Wissenschaftler, Hormonforscher 
    Lebenslauf Eugen Steinach wurde am 22. Jänner 1861 in Hohenems geboren. Er stammte aus einer Hohenemser Ärztefamilie. Wie sein Vater Simon Steinach studierte er studierte Medizin, widmete sich dann aber der Hormonforschung.
    Eugen Steinach studiert an den Universitäten Genf und Wien, wurde 1886 an der Universität Innsbruck promoviert und war mehrere Jahre Assistent von Ewald Hering an der Deutschen Universität in Prag. 1890 habilitierte er sich dort für Physiologie, wurde 1895 außerordentlicher Professor, 1907 ordentlicher Professor und richtete mit dem Laboratorium für allgemeine und vergleichende Physiologie die erste derartige Anstalt im deutschsprachigen Raum ein. 1912 ging er nach Wien und übernahm die Leitung einer Abteilung der Biologischen Versuchsanstalt der Akademie der Wissenschaften. Seine bedeutendsten Arbeiten betrafen die Physiologie der kontraktilen Substanz, die Sinnes- und Nervenreizphysiologie und vor allem die Sexualphysiologie.
    Ab 1923 sind ihm in Zusammenarbeit mit dem deutschen Pharmaunternehmen Schering wesentliche Vorarbeiten für das erste Hormonpräparat Progynon zu verdanken. Gemeinsam mit anderen Forschern gelang ihm bis 1935 die chemische Strukturanalyse der Sexualhormone als Basis zur Synthese, wodurch 1938 das erste synthetische Hormonpräparat hergestellt werden konnte. In den 1920-er Jahren entwickelte Eugen Steinach außerdem eine Verjüngungskur, die internationales Aufsehen erregte, sowie eine Operation zur "Heilung" von homosexuellen Männern. Beiden Therapien war jedoch kein langfristiger Erfolg gegönnt.
    Eugen Steinach war Dr. h.c. der Universität Rostock, und Verfasser von über 60 Aufsätzen und Büchern, 1921–38 wurde er elfmal für den Nobelpreis vorgeschlagen. Steinach war der bekannteste Hormonforscher seiner Zeit, und seine Methoden wurden auch in der Veterinärmedizin erfolgreich angewendet. Karl Kraus erwähnte ihn mehrmals in der "Fackel" und er zählte zum Bekanntenkreis Arthur Schnitzlers. 1920 schrieb der Komponist und Musikdirektor Willy Kaufmann den Foxtrott "Steinach Rummel", der sich humoristisch auf Steinachs Verjüngungskur bezog. Sein 1923 im UFA-Filmpalast in Berlin uraufgeführter Film stellte seine endokrinologischen Forschungen einem breiten Publikum vor. Eugen Steinach war in jener Zeit auch häufig Ziel antisemitischer Angriffe und Karikaturen. Er beendete nach der Beschlagnahmung seiner Bibliothek und seiner Forschungsunterlagen durch die Nationalsozialisten im März 1938 seine wissenschaftliche Karriere. 1938 verblieb er nach einer Vortragsreise in der Schweiz, wo er nach dem Selbstmord seiner Frau Antonie im Exil lebte. Am 14. Mai 1944 starb er in Territet am Genfer See. 
    Gestorben 14 Mai 1944  Territet, Waadt, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Notizen 
    Personen-Kennung I1480 
    Zuletzt bearbeitet am 15 Mai 2014 

    Vater Simon Steinach,   geb. 07 Apr 1834, Hohenems, Vorarlberg, Österreich Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 06 Mai 1904, Wien, Wien, Österreich Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 70 Jahre) 
    Mutter Flora Rosenthal,   geb. 26 Nov 1838, Hohenems, Vorarlberg, Österreich Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 04 Dez 1909, Wien, Wien, Österreich Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 71 Jahre) 
    Verheiratet 12 Mrz 1860 
    Familien-Kennung F602  Familienblatt

    Familie Antonia 
    Familien-Kennung F7388  Familienblatt

  • Ereignis-Karte
    Link zu Google MapsResidence - von 1861 bis 1863 - Schweizerstraße 9 (eh. Israelitengasse 51/Brunnerstraße 11), Hohenems, Vorarlberg, Österreich Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsGeboren - 27 Jan 1861 - Hohenems, Vorarlberg, Österreich Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsEducation - Promotion - 1886 - Innsbruck, Tirol, Österreich Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsEducation - Studium der Medizin - vor 1886 - Geneve (Genf), Genf, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsEducation - Studium der Medizin - vor 1886 - Wien, Wien, Österreich Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsEmigration - um 1887 - Praha (Prag), Hlavní mesto Praha, Tschechien Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsOccupation/Beruf - Assistent von Ewald Hering an der Deutschen Universität - von um 1887 - Praha (Prag), Hlavní mesto Praha, Tschechien Link zu Google Earth
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  • Fotos
    Eugen Steinach
Karikatur
    Eugen Steinach Karikatur
    Eugen Steinach (rechts) in einer zeitgenössischen Karikatur in einer Ballspende der Concordia, zusammen mit Einstein und Freud
    Eugen Steinach, um 1930
    Eugen Steinach, um 1930
    Eugen Steinach, um 1930
    Wohnhaus Löwengard (später Steinach)
    Wohnhaus Löwengard (später Steinach)
    Wohnhaus Löwengard (später Steinach)
    Schweizer Straße 9, Hohenems,
    Friedrich Böhringer, 2011

    Dokumente
    Sheet Music: Steinach-Rummel Foxtrott
    Sheet Music: Steinach-Rummel Foxtrott
    Sheet Music: Steinach-Rummel Foxtrott,
    Text und Musik von Willy Kaufmann, 1920,
    Musikhaus Hüni, Zürich-Leipzig



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