Fotos von Grabsteinen


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<b> Bernheim Benjamin </b>
Bernheim Benjamin
Status: Lokalisiert; Standort: Sektor B, Reihe 1, Grab 24

Beschreibung:
Es handelt sich um eine Stele mit ausladender Basis und einem aus Kreissegmenten bestehenden Giebel. Der Giebel ist barock geschwungen. Eine beidseitige Einkerbung schließt den Giebelteil von der restlichen Schriftplatte ab. Der Stein ist aus schwarzem Granit, der Giebelteil der mit Akantuhusornamenten und Lilien reich verziert ist, ist durch einen grauen Marmorgrund, über den sich die Ornamente legen, stark hervorgeboben. Die Ornamente sind ebenfalls aus schwarzem Granit. Die ganze Stele steht auf einem grob behauenen, stilisierten Sockel. Auf der Grabplatte steht nur der Name, die Geburts- und Sterbedaten, keine hebräischen Inschriften.
 
 
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<b> Bernheimer Josef Simon</b>
Bernheimer Josef Simon
Status: Lokalisiert; Standort: Sektor A, Reihe 2, Grab 4

Beschreibung:
Es handelt sich bei diesem Grab um ein sehr klassizistisch-kühles Grab: es ist eine rechteckige Stele mit einem gesprengten, flachen Segmentgiebel, der aber durch einen quadratischen Aufsatz mit Knauf in der Mitte sozusagen geschlossen wird. Der Giebel ist durch zwei Gesimse von der Schriftplatte getrennt, auf der kaum noch eine Inschrift zu erkennen ist. Diese ist in Form eines Rechtecks mit einem eingezogenen Rundbogen als Abschluß in die Stele vertieft. Ein besonderes Element sind die eingravierten Linien entlang des Giebels und in den Ecken des eingezogenen Rundbogens der Schriftplatte. Dadurch wird die Strenge der Formensprache unterstrichen. Die Form ist einem Renaissance-Fenster nachempfunden. In die Basis sind Ornamente punziert.
Die Stele steht auf einem Sockel.  
 
13
<b> Biedermann Klara </b>
Biedermann Klara
Status: Lokalisiert; Standort: Sektor A, Reihe 2, Grab 11

Beschreibung:
Es handelt bei diesem Grabstein um eine Stele mit dreieckigem Abschluß. Die Vorderseite ist flach, die Rückseite glatt gerahmt, der Rest ist leicht behauen. Auf der Vorderseite ist die deutsche Inschrift, auf dem vorkragenden Sockel die hebräische Inschrift.
Die Stele steht auf einem bossierten Sockel.
 
 
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<b> Brentano Amalie </b>
Brentano Amalie
Status: Lokalisiert; Standort: Sektor A, Reihe 1, Grab 10

Beschreibung:
Der Grabstein ist eine Stele mit einem kleeblattförmigen Abschluß, wobei dem mittleren Bogen des Kleeblattes ein rundbogiger, plumper Aufsatz rückgeblendet ist. Auf diesem Halbkreis befinden sich zwei kleine rechteckige Bruchstücke eines skulpturalen Elements, das aber fehtl. In der recheckigen Vertiefung ist eine Schriftplatte aus Marmor eingelassen. Die Stele steht auf einem Sockel. Es fehlen Ornamente. Der Grabstein ist ziemlich grob gestaltet. Auf der Rückseite ist die Stele durch drei schmale bis ins obere Drittel des Steines reichende schmale Rundbögen, in Entsprechung zu der Kleeblatt auf der Vorderseite, gegliedert. An den Rändern der Bögen entlang sind Ornamente in Form von horizontalen Strichen angebracht.
 
 
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<b> Brettauer Helene </b>
Brettauer Helene
Status: Lokalisiert; Standort: Sektor B, Reihe 1, Grab 22

Beschreibung:
Es handelt sich hier um einen in Form (strenger Klassizismus) und Material (kühler Marmor) sehr einfachen, kühl wirkenden Grabstein. Die Stele hat eine ausladende Basis, ist ansonsten eine glatte mit einem flachen dreieckigen Abschluß. Im oberen Drittel der Stele beginnt eine auf beiden Seiten bis zur Basis sich ziehende Zierleiste (in den Stein graviert, sodaß der unbehauene Stein sichtbar wird), die mit einem Mäandermotiv abschließt. Die Stele ist in der Formensprache einer einfachen Jugendstilornamentik gehalten. Die Stele steht auf einer Basis, in die nochmals ein Spruch eingraviert ist, die ganze Stele dient im übrigen als Schriftplatte. Die Stele mit Basis steht auf einem Sockel aus unbehauenem Stein.
 
 
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<b> Brettauer Simon </b>
Brettauer Simon
Status: Lokalisiert; Standort: Sektor A, Reihe 1, Grab 4

Beschreibung:
Das Grab von Simon Brettauer (1875-1888) ist ein außergewöhlich naturalistisch gestaltetes Grabmal. Der abgeschnittene Lebensbaum ist zwar ein Motiv, das im Klassizismus wieder aufgegriffen wurde, das hier aber durch die Verwendung des um den Baum geschlungenen Blattrankenmotivs und den Wurzeln des Baumes, die sich förmlich in das imitierte Bruchsteinmauerwerk krallen, einen naturalistisch-romantischen Charakter erhält. In diesem Grabmal drückt sich eindrücklich der Schmerz aus, den der Verlust eines jung Verstorbenen (13 Jahre) hinterlassen muß. Die Wahl des gebrochenen Lebensbaumes als Paraphrase auf ein jäh geendetes, hoffnungsvolles Leben ist also naheliegend.
Die am Stamm des Baumes treibenden Blätter sind Symbol der Überwindung des Todes, der Baum selbst ist ebenfalls ein Unsterblichkeitssymbol, wenn er auch fallen muß.
Die Grabinschrift in deutsch mit hebräischer Schlußformel befindet sich auf einer Platte auf dem bossierten Sockel, umrahmt von dem Wurzelwerk und den Steinen.
Auf dem Baum selbst befindet sich eine kleine, leere oder nicht mehr lesbare Inschriftenstelle. 
 
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<b> Egg Helene </b>
Egg Helene
Status: Lokalisiert; Standort: Sektor B, Reihe 1, Grab 19

Beschreibung:
Es handelt sich bei diesem Grabstein um eine streng klassizistische Stele mit Basis und aufgesetztem Dreieckgiebel mit knaufartiger Spitze und einfachen Eckakrotierien (Ohren). Die Stele steht auf einem Postament.
Die Stele ist aus Marmor und trägt eine deutsche Inschrift mit hebräischer Eingangs- und Schlußformel.
 
 
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<b> Egg Henriette </b>
Egg Henriette
Status: Lokalisiert; Standort: Sektor A, Reihe 1, Grab 13

Beschreibung:
Es handelt sich bei diesem Grab um eine postamentartige Stele, die auf einem Sockel steht. Der flache obere Abschluß ist mit einem großen Aktroterion mit Palmettenmotiv und Voluten bekrönt. Die rechteckige Schriftplatte ist in der Mitte der Stele plaziert und wiederum aus Marmor, diesmal mit hebräischer Schlußformel.
 
 
19
<b> Eggmann Helene </b>
Eggmann Helene
Status: Lokalisiert; Standort: Sektor B, Reihe 1, Grab 20

Beschreibung:
Diese Grabstele ist eine leicht sich verjüngende mit flachem, dreieckigem Abschluß. Die Stele ist vorne und hinten glatt, ohne erkennbaren Ornamente oder Symbole, wobei die Stele stark verwittert ist. Diese Stele entspräche der ursprünglichen Forderung des Schulchan Aruch nach Schlichtheit und Einfachheit der Grabmäler.
Es ist ein altes Grab, das eigentlich in der 8. oder 9. Reihe stehen müßte.
 
 
20
<b> Eggmann Wilhelm </b>
Eggmann Wilhelm
Status: Lokalisiert; Standort: Sektor A, Reihe 1, Grab 17

Beschreibung:
Es handelt sich um eine einfache, rundbogige Stele, die vermutlich zu einem großen Teil in den Boden versunken ist. Der obere Abschluß ist durch einen Rundbogenfries gerahmt. Es sind keine Symbole zu erkennen.
 
 
21
<b> Frei Flora </b>
Frei Flora
Status: Lokalisiert; Standort: Sektor A, Reihe 1, Grab 12

Beschreibung:
Das Grab ist eines der höchsten in der ersten Reihe. Es ist eine Stele mit einem eingezogenen Rundbogen als Abschluß und einem blattförmigen groß dimensionierten blattförmigen Aufsatz mit eingezogenen Voluten, worin sich eine vermutlich geknickte Rose als Verweis auf das jäh geendete Leben befindet. Auf dem eingezogenen Teil des Rundbogens finden sich auf beiden Seiten knaufartige Aufsätze. In die Stele ist eine rundbogige gerahmte Marmorschriftplatte mit rein deutscher Inschrift in der Mitte eingelassen, in den Zwickeln mit Ornamenten versehen.
Unter der Schriftplatte ist in den Sandstein eine scheinbar funktionslose, rechteckige Platte ausgespart mit Maßwerkornamenten als Rahmen. Vielleicht war darauf vormals eine Inschrift.
 
 
22
<b> Frei Karoline </b>
Frei Karoline
Status: Lokalisiert; Standort: Sektor A, Reihe 2, Grab 10

Beschreibung:
Es handelt sich um eine rechteckige Stele mit einem sehr hohen, schmalen, eingezogenen Rundbogen. Die Stele steht auf einem Sockel. Die vertiefte Schriftplatte ist verwittert oder zerstört und ist in den Ecken mit Maßwerk verziert. Auf dem Giebel findet sich reiches Blattornament, das allerdings sehr verwittert ist. 
 
23
<b> Fränkel Frieda </b>
Fränkel Frieda
Status: Lokalisiert; Standort: Sektor A, Reihe 1, Grab 15


Beschreibung:
Es handelt sich um eine spitz nach oben sich verjüngende Stele, fast in Form eines Obeliskes mit rechteckigem Grundriß allerdings. Der Abschluß ist dreieckig und mit einem Zackenfries versehen. Die Stele ist der ganzen Höhe nach in deutscher und hebräischer Schrift beschriftet. Der Stein ist durch die abwechselnd deutsche und hebräische Inschrift “ornamental” gestaltet. Die Ornamente sind äußerst sparsam. Im Giebel ist eine geknickte Rose als Sinnbild für das früh verloschene Leben (1885 -1894). Über dem Namen ist ein wellenförmiges, filigranes Ornament mit einer Blume angebracht.
Deutlich wird hier die sehr kühle, hier noch mit poetischen Elementen versehene klassizistische Formensprache, die nach 1893 verstärkt einsetzt.
 
 
24
<b> Gans Sarah </b>
Gans Sarah
Status: Lokalisiert; Standort: Sektor A, Reihe 2, Grab 12

Beschreibung:
Die Stele ist obeliskenartig mit einem pyramidalen, flachen Abschluß in integrierter Basis. Der Stein ist stark verwittert, die deutsche Inschrift auf der Vorderseite kaum noch lesbar. 
 
25
<b> Guggenheim Fanny  geb. Egg </b>
Guggenheim Fanny geb. Egg
Status: Lokalisiert; Standort: Sektor A, Reihe 2, Grab 3

Steinmetz/Bildhauer: möglicherweise A. Mathis

Beschreibung:
Die Stele in einfacher klassizistischer Formensprache wird durch einen geschwungenen Dreiecksgiebel bekrönt. In den Giebel, der durch einen zinnenartigen Fries von der Schriftplatte abgetrennt ist, ist die hebräische Inschrift eingraviert. Auf dem Giebel ist links und rechts von der Spitze jeweils eine Weintraube. Die Stele aus Marmor steht auf einer Basis und das Ganze steht auf einem Sockel.
Die Weintraube ist u.a. ein antikes Symbol für das Leben und die Fruchtbarkeit und für das auserwählte Volk Israel. 
 
26
<b> Hirschfeld Theodor </b>
Hirschfeld Theodor
Status: Lokalisiert; Standort: Sektor A, Reihe 2, Grab 6

Beschreibung:
Es handelt bei diesem Grab um eine einfache Stele mit rundem Abschluß ohne Sockel. Die Stele trägt einen Rahmen, dem ein Hufeisenbogen eingeschrieben ist. Im oberen Teil des kreisförmigen Bogens ist ein Davidstern. Inschrift ist auf der Platte keine mehr zu lesen. 
 
27
<b> Jüdischer Friedhof Hohenems - Sektor A </b>
Jüdischer Friedhof Hohenems - Sektor A

Reihe 1 | Reihe 2 | Reihe 3 | Reihe 4 | Reihe 5
Reihe 6 | Reihe 7 | Reihe 8 | Reihe 9 | Reihe 10
 
 
28
<b> Jüdischer Friedhof Hohenems - Sektor B </b>
Jüdischer Friedhof Hohenems - Sektor B

Reihe 1 | Reihe 2 | Reihe 3 | Reihe 4
Reihe 5 | Reihe 6 | Reihe 7 | Reihe 8
 
 
29
<b> Jüdischer Friedhof Hohenems - Sektor C </b>
Jüdischer Friedhof Hohenems - Sektor C

Reihe 11 | Reihe 12 | Reihe 13 | Reihe 14
Reihe 15 | Reihe 16 | Reihe 17
 
 
30
<b> Jüdischer Friedhof Hohenems - Sektor D </b>
Jüdischer Friedhof Hohenems - Sektor D

Reihe 10 | Reihe 12 | Reihe 14
Reihe 15 | Reihe N
 
 
31
<b> Jüdischer Friedhof Hohenems - Sektor E </b>
Jüdischer Friedhof Hohenems - Sektor E

Reihe 18 | Reihe 19 | Reihe 20
Reihe 21 | Reihe 22 | Reihe 23
Reihe 24 | Reihe 25 | Reihe N
 
 
32
<b> Jüdischer Friedhof Hohenems </b>
Jüdischer Friedhof Hohenems
Übersichtsplan mit Sektoreneinteilung 
 
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<b> Kahn Mathilde </b>
Kahn Mathilde
Status: Lokalisiert; Standort: Sektor A, Reihe 1, Grab 2

Steinmetz/Bildhauer: A. Mathis

Beschreibung:
Die Stele mit einem eingezogenen Dreiecksgiebel steht auf einem mit auskragender Leiste abgegrenzten Sockel. Die Stele steht auf einem sehr hohen, im Vergleich zum nebenstehenden Grab von S. Mayer, in klassizistischer Manier bossiertem Sockel (Simulation eines Bruchsteinmauerwerkes). Die Stele ist von einem glatten Rahmen umgeben, der sich bis in den Dreiecksgiebel hineinzieht. Der eingezogene Giebel ist von Eckakroterien mit Akanthusmotiven gekrönt und von einem Knauf auf der Spitze. In den Giebel eingeschrieben ist das Symbol des Lorbeerkranzes mit Schleife. Eine Leiste trennt den Giebel vom Schriftfeld, welches nach oben hin von einem Bogenfries gerahmt wird.
Der Kranz gilt als Zeichen einer ehrenvollen verstorbenen Persönlichkeit, im Kontext eines Grabes ist er oft Zeichen des errungenen Heils.
Die Formensprache des Grabsteines ist die eines etwas verspielten Klassizismus.
Die Inschrift ist deutsch.
Auf der Rückseite gibt es weder Ornamente noch Schriftzeichen. 
 
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<b> Kraus Otto; Markus Grünfeld; Dr. Paul Schnitzer; Frank Klüger; Leut. Nüssin Kraft; David Sternberg; Oskar Ernst </b>
Kraus Otto; Markus Grünfeld; Dr. Paul Schnitzer; Frank Klüger; Leut. Nüssin Kraft; David Sternberg; Oskar Ernst
Status: Lokalisiert; Standort: Neben dem Eingangstor

Information: Erinnerungsmal für die im Ersten Weltkrieg gestorbenen Soldaten

Steinmetz/Bildhauer: J. Th. Feldkirch

Beschreibung:
Es handelt sich um eine ädikulaartige Stele, die nach gotischen Vorbild reich ornamentiert ist. Die seitlichen Säulen mit Basen und Kapitellen tragen zwei Fialen mit turmartigen Bekrönungen. Die Stele ist durch einen Kielbogen abgeschlossen, in den reiche Maßwerkmotive eingeschrieben sind. Gesäumt wird der Bogen von freistehender Kreuzblumenornamentik. Bekrönt wird der Kielbogen durch einen Knauf.
Die Namen der Gefallenen sind auf der marmornen Tafel verzeichnet, mit hebräischer Eingangs- und Schlußformel.
 
 
35
<b> Landauer Julie </b>
Landauer Julie
Status: Lokalisiert; Standort: Sektor A, Reihe 2, Grab 7

Beschreibung:
Von diesem Grab ist nur mehr der bossierte Sockel übrig. 
 
36
<b> Landauer Wilhelm </b>
Landauer Wilhelm
Status: Lokalisiert; Standort: Sektor A, Reihe 1, Grab 7

Steinmetz/Bildhauer: Theiner

Beschreibung:
Dieses Grab ist ziemlich aufwendig, rein ornamental gestaltet. Es ist ein im neogotisch-klassizistischen Historismus gestaltetes Grabmal. Die rechteckige Stele wird durch das reiche Blendwerk zu einer gotisierenden “Pfortenarchitektur”. Das Blendwerk besteht aus einem geknickten Dreiecksgiebel (Anklang an Maßwerk), darüber ist dem Rechteck reiches Blattwerk und spitzbogiges Kleeblattwerk vorgeblendet, seitlich begrenzt durch turmartige Vorsprünge. Der Dreiecksgiebel ruht auf zwei Säulchen, die gleichzeitig die Stele auf beiden Seiten begrenzen. Die Säulchen bestehen aus der Basis, gedrehten Schäften, vor dem Kapitell sind sie glatt mit aufgesetzten steinernen “Nieten”, die Kapitelle bestehen aus Blattornamenten. Entlang des Dreiecksgiebeles läuft ein Fries aus rundbogigem Maßwerk, das im Scheitel ein Vierblatt formiert. Darunter ist in der rundbogigen Schriftplatte, halbbogig verlaufend, ebenfalls ein rundbogiger Vielpassbogen. Nach unten schließt die Platte in zwei Stufen zum Sockel, der die Stele trägt, ab. Auf der ersten Stufe ist ein Schriftband mit punzierten Rändern, auf dem jedoch keine Inschrift zu lesen ist. Möglicherweise hat nie etwas darauf gestanden und das unbeschriftete Band ist als Teil einer “romantischen Trauerassemblage” (Blaha) zu interpretieren.
Die Inschrift ist in deutsch mit hebräischer Schlussformel. 
 
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<b> Löwenberg Adolf </b>
Löwenberg Adolf
Status: Lokalisiert; Standort: Sektor A, Reihe 1, Grab 9

Beschreibung:
Das Grab überragt an Größe die meisten anderen Gräber in dieser Reihe. Es ist eine sich nach oben leicht verjüngende Stele mit flachem, dreieckigem Abschluß. Die Stele ist gerahmt, der vertiefte Teil der Grabplatte ist verwittert oder zerstört, nur eine Andeutung eines Rundbogens ist im oberen Drittel des Steines noch wahrzunehmen. Die Stele steht auf einem Postament, das durch eine vorkragende Leiste von diesem getrennt ist. Auf dem Postament ist eine leeres Schriftfeld, angedeutet durch eine Gravur, vorhanden. 
 
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<b> Löwenberg Eduard </b>
Löwenberg Eduard
Status: Lokalisiert; Standort: Sektor A, Reihe 2, Grab 5

Beschreibung:
Es ist eine Stele in angedeuteter Obeliskenform auf einem Sockel. Die Stele ist sehr hoch und verjüngt sich leicht nach oben und hat einen trapezförmigen Aufsatz der über die Stele hinauskragt. Vermutlich gab es noch einen schlußsteinartigen Aufsatz. Auf der Rückseite ist die hebräische Inschrift lesbar, auf der Vorderseite ist keine (mehr) lesbar. 
 
39
<b> Löwenberg Heinrich </b>
Löwenberg Heinrich
Status: Lokalisiert; Standort: Sektor B, Reihe 6, Grab 11

Beschreibung:
Grabmal in Form einer abgebrochenen Säule als Symbol für ein zu früh abgebrochenes Leben. Heinrich Löwenberg war angehender Mediziner und 24 Jahre alt.
Die Säule steht auf einem vierstufigen pyramidenartigen Postament. Die Säule selbst mit Basis steht auf einem Sockel, wobei Säule, Sockel und 1. Stufe des Postaments aus Sandstein sind (hell) und das restliche Postament aus Bruchsteinmauerwerk (?). Sockel und oberster Teil des Postaments sind in deutsch und hebräischer Schlussformel beschrieben.
Auf der Vorderseite der Säule, im oberen Drittel, findet sich eine Rose mit Blattwerk, wiederum als Symbol für ein jung endendes Leben.
Blickrichtung NO 
 
40
<b> Löwenberg Josef </b>
Löwenberg Josef
Status: Lokalisiert; Standort: Sektor B, Reihe 1, Grab 21

Steinmetz/Bildhauer: Gebr. Bechtold, Feldkirch

Beschreibung:
Gerade nach 1900 nahm die Form des Obelisken an Beliebtheit zu: Es handelt sich bei diesem Grab allerdings nicht um einen Obelisken, weil dieser schmäler wäre und einen qadratischen Grundriß hätte, aber sonst ist die Stele auf rechteckigem Grundriß obeliskenförmig: nach oben sich verjüngend, pyramidenförmig nach oben abschließend. Die obeliskenförmige Stele, die aus schwarzem Granit ist, wie die meisten Obelisken auf dem Jüdischen Friedhof in Hohenems, steht auf einem Postament im selben Material und auf einem Sockel in Sandstein, der wiederum auf einem bossierten Sockel steht. So haben wir hier eine stufenförmige (5 Stufen) Verjüngung nach oben.
Kein Verweis auf ein jüdisches Grab ist auf der Stele angebracht. 
 
41
<b> Löwenberg Moritz </b>
Löwenberg Moritz
Status: Lokalisiert; Standort: Sektor A, Reihe 2, Grab 16

Beschreibung:
Es handelt sich bei diesem Grabstein um einen sehr hohen, schlanken Obelisken, der auf einem schmalen Sockel aufliegt. Der obere Abschluß ist nicht pyramiden-, sondern trapezförmig. Die deutsche Inschrift befindet sich auf der Vorderseite, alternierend und gegliedert durch ein filigranes Rankenwerk mit in Form von Punzen stilisierten Blumen. Das Ornament wirkt sehr abstrakt.
Der Klassizsimus ist zart verhalten, nicht monumental, auch durch die Wahl des wenig pompösen Sandsteins im Vergleich zum schwarzen Granit der meisten anderen Obelisken auf dem Friedhof. 
 
42
<b> Mayer Marie  (Maier) </b>
Mayer Marie (Maier)
Standort: Sektor A, Reihe 1, Grab 8

Beschreibung:
Der Grabstein ist möglicherweise eine sich nach oben verjüngende, gerade oder pyramidal abschließende Stele gewesen. Der Stein ist diagonal abgebrochen, ob aufgrund eines natürlichen oder eines erzeugten Umstandes, ist nicht zu klären. Der Stein ist völlig schmucklos, ohne Symbole: einzig um den Namen ranken sich filigrane wellenartiges Ornamentband mit einigen Schnörkeln. Die Stele steht auf einem vorkragenden Sockel. 
 
43
<b> Mendelsohn Johann </b>
Mendelsohn Johann
Status: Lokalisiert; Standort: Sektor A, Reihe 8, Grab 1
 
 
44
<b> Menz Albert </b>
Menz Albert
Status: Lokalisiert; Standort: Sektor A, Reihe 1, Grab 16

Steinmetz/Bildhauer: möglicherweise A. Mathis

Beschreibung:
Es handelt sich bei diesem Grab um eine Stele mit einem flachen, dreieckigen Giebel, auf dem ein mit Blattwerk versehener Knauf aufsitzt. Der Grabstein ist in klassizisitischer Manier in der Art einer Ädikula gestaltet: Auf der Basis steht eine von dünnen Säulen (Basis, Schaft und Kapitell) und Giebel bekrönte Stele, die wiederum auf einem glatten hohen Sockel steht. Von einem Kapitell zum anderen zieht sich ein von einem punzierten Zackenfries geschmückter Rundbogen, der wiederum zur Schriftplatte überleitet. Diese ist von einem Vielpassrundbogen mit runden Punzierungen in der Mitte der jeweiligen Bögen nach oben begrenzt. Die Stele ist wiederum aus Marmor, der Sockel aus Sandstein. Die Inschrift ist in deutsch mit hebräischer Schlussformel. 
 
45
<b> Menz Babette geb. Brentano </b>
Menz Babette geb. Brentano
Status: Lokalisiert; Standort: Sektor B, Reihe 4, Grab 20

Beschreibung:
Es handelt sich hier um eine marmorne, klassizierend, ädikulaartige Stele mit integrierter Basis, wie sie in dieser Form auf dem Friedhof in Hohenems nicht oft zu finden ist. Die Stele ist durch einen Dreiecksgiebel abgeschlossen und sie steht auf zwei Sockeln, der erste ist glatt, der zweite ist bossiert. In den Dreiecksgiebel ist ein Lorbeerkranz plaziert. Im gerahmten Feld befindet sich die deutsche Inschrift mit einem Spruch. Im unterem Rahmen zur ausladenden Basis hin, befindet sich die hebräische Schlußformel. 
 
46
<b> Meyer Salomon </b>
Meyer Salomon
Status: Lokalisiert; Standort: Sektor B, Reihe 1, Grab 18

Steinmetz/Bildhauer: Theiner

Beschreibung:
Der Grabstein ist eine Stele mit einem stark eingezogenen gerade abschließenden Giebel. Die Einzüge sind abgeschrägt. Die Schräge zieht sich als Leiste quer durch die Platte durch. Der obere Abschluß bildet die Auflagefläche für eine großs Giebelakrotierion mit Anthemion-Motiv. Die Auflagefläche trägt auf der vorderen Seite tiefe Punzierungen. In die rechteckige Stele ist eine rundbogige Schriftplatte mit deutscher Inschrift und hebräischer Schlußformel vertieft hinein gesetzt. Die Stele steht auf einem hohen Sockel. 
 
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<b> Pflaum Luise geb. Schlesinger </b>
Pflaum Luise geb. Schlesinger
Status: Lokalisiert; Standort: Sektor A, Reihe 1, Grab 6

Beschreibung:
Auch dieses Grab ist wie das vorhergehende eine rundbogige Stele mit Maßwerkrundbogen auf einem Sockel. Es ist höher als die beiden anderen ähnlichen Grabmale, weil die Stele auf einem bossierten Sockel aufliegt. Die Information es handle sich um Luise Schlesinger, stammt vom Tänzer’schen Totenregister. 
 
48
<b> Schlesinger Oswald </b>
Schlesinger Oswald
Status: Lokalisiert; Standort: Sektor A, Reihe 2, Grab 2

Beschreibung:
Es handelt bei diesem Grabstein um eine rundbogige Stele, die vermutlich zur Hälfte in den Boden versunken ist. Sie ist gerahmt und ein nach unten offener Dreipaß ist der Stele eingeschrieben. Die Inschrift ist nicht mehr lesbar. Symbole und Ornamente sind keine mehr zu erkennen. 
 
49
<b> Schwarz Bertha </b>
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<i> Vorderseite </i>
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Schwarz Bertha
Vorderseite

Status: Lokalisiert; Standort: Sektor A, Reihe 2, Grab 13

Steinmetz/Bildhauer: Theiner

Beschreibung:
Der Grabstein ist eine rechteckige Stele auf einem roh behauenen Sockel mit einem reich ornamentierten Aufsatz und einem gußeisernen Dach zum Schutz vor Verwitterung. Der Aufsatz ist quadratisch, mit einem achteckigen Stern in der Mitte, der von drei konzentrischen Kreisen umgeben ist. Auf diesem Quadrat im Kreis liegt ein Aufsatz in Kleeblattform, wobei in jedem dieser Kreise sich ein Akanthusblatt rankt. Zwischen der eigentlichen Stele und dem quadratischen Aufsatz befinden sich akroterienartig zwei Weintrauben. In die Stele sind seitlich je eine gedrehte Säule integriert, die Schriftplatte ist von einem Doppelbogen begrenzt. Auf der Vorderseite befindet sich die deutsche Inschrfit, auf der Rückseite die hebräische, die von einem zarten Palmettenwedel abgeschlossen wird.
Dieses Grab ragt in der Gestaltung in der zweiten Reihe der Gräber hervor. 
 
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<b> Schwarz Emilie geb. Weiler </b>
Schwarz Emilie geb. Weiler
Status: Lokalisiert; Standort: Sektor A, Reihe 1, Grab 14

Beschreibung:
Es handelt sich um eine spitzbogig zulaufende Stele, die auf einem niederen Sockel steht. Das obere Drittel der Platte ist vom unteren Teil durch einen Balken getrennt, der sich als Rahmen an der Inneseite der Stele durchzieht. Im oberen Teil findet sich eine überdimensionale Variante eines Vierpasses (zwischen den Pässen sind eckige Einschlüsse). Der untere Teil, vermutlich als Schriftplatte konzipiert, ist nach oben hin durch einen rundbogigen Fries abgeschlossen. Die Platte selbst ist verwittert oder beschädigt. Der Nachweis des Namens ergibt sich aus dem Register bei Tänzer.
Die Stele ist in der Mitte abgebrochen und unsachgemäß zusammengesetzt. Hier sind neoromanische und neogotische Stilelemente vermischt. 
 

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