Jüdischer Friedhof Hohenems - Sektor B Reihe 6

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Reihe 5 Reihe 7


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1
<b> Löwenberg Heinrich </b>
Löwenberg Heinrich
Standort: Sektor B, Reihe 6, Grab 11

Beschreibung:
Grabmal in Form einer abgebrochenen Säule als Symbol für ein zu früh abgebrochenes Leben. Heinrich Löwenberg war angehender Mediziner und 24 Jahre alt.
Die Säule steht auf einem vierstufigen pyramidenartigen Postament. Die Säule selbst mit Basis steht auf einem Sockel, wobei Säule, Sockel und 1. Stufe des Postaments aus Sandstein sind (hell) und das restliche Postament aus Bruchsteinmauerwerk (?). Sockel und oberster Teil des Postaments sind in deutsch und hebräischer Schlussformel beschrieben.
Auf der Vorderseite der Säule, im oberen Drittel, findet sich eine Rose mit Blattwerk, wiederum als Symbol für ein jung endendes Leben.
Blickrichtung NO 
 
2
<b>Schwarz Dolcine </b>
Schwarz Dolcine
Standort: Sektor B, Reihe 6, Grab 12

Beschreibung:
Nach oben sich vejüngende breite und dicke (Tiefe) mich flachem, dreieckigem Abschluss. Die Basis der Stele wirkt sockelartig und steht wiederum auf zwei stufenartigen Sockeln. Die Stele ist hebräisch, der Sockel deutsch beschriftet, die Rückseite ist leer, keine Ornamentik.
Blickrichtung SO 
 
3
<b>Löwenberg Klara geb. Hirschfeld</b>
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<i>Vorderseite</i>
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Löwenberg Klara geb. Hirschfeld
Vorderseite

Standort: Sektor B, Reihe 6, Grab 13

Beschreibung:
Prunkvoll gestaltete rechteckige Grabstele mit quadratischem, überdimensionierten Schlussstein, dem ein Akroterion vorgeblendet ist. Den Schlussstein flankiert ein dachartiger vorkragender Aufsatz mit einem Akanthusfries (auf Foto nicht genau zu erkennen). Darunter befindet sich die in einem gestelzten eingezogenen Rundbogen die Schriftplatte mit hebräischer Inschrift. Der Bogen ist von einem Maßwerkfries mit Blattornamenten.
Die Basis der Stele ist seitlich von zwei obeliskenartigen (oberer Teil eines Obelisks) Aktroterien flankiert. Das Ganze steht auf einem mächtigen Postament, von dem 2 Stufen wegführen. Im Postament ist eine Schrifttafel vertieft eingelassen mit einem deutschen Spruch.
Die Rückseite ist völlig glatt, aber auf der Stele eine deutsche Inschrift.
Blickrichtung NO 
 
4
<b>Löwenberg Klara geb. Hirschfeld</b>
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<i>Rückseite</i>
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Löwenberg Klara geb. Hirschfeld
Rückseite

Standort: Sektor B, Reihe 6, Grab 13 
 
5
<b>Hirsch Regina geb. Bernheimer</b>
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<i>Vorderseite</i>
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Hirsch Regina geb. Bernheimer
Vorderseite

Standort: Sektor B, Reihe 6, Grab 14

Beschreibung:
Rechteckige Stele, die in dreieckigen, stumpfen, flachen Abschluss übergeht und von einem Akanthuskroterion bekrönt ist. Die Stelle ist gerahmt und am Kämpferpunkt in ein oberes Drittel und den restlichen Teil der Stele getrennt. Der Giebelteil und die Schriftplatte sind durch sparsames Masswerkornament an den Rändern bis in die Ecken ausgefüllt. Die Stele steht auf einer Basis und auf einem Sockel, der beschädigt ist und den darum den Anschein erweckt, als wäre es nicht der ursprüngliche. Die Rückseite ist schmucklos und glatt, nur die Schriftplatte ist genauso wie auf der Vorderseite durch Rahmung und Masswerkbögen gegliedert.
Die Inschrift ist vorne in hebräisch, hinten in deutsch.
Die Stele ist aus Marmor.
Blickrichtung O 
 
6
<b>Hirsch Regina geb. Bernheimer</b>
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<i>Rückseite</i>
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Hirsch Regina geb. Bernheimer
Rückseite

Standort: Sektor B, Reihe 6, Grab 14 
 
7
<b>Brettauer Bertha; Brettauer Leopold</b>
Brettauer Bertha; Brettauer Leopold
Standort: Sektor B, Reihe 6, Grab 15

Beschreibung:
Doppelgrab in Form zweier Obelisken aus Granit, die jeweils auf einem Sockel stehen und stehen auf einem Postament, dieses steht nochmals auf einer Unterlage aus Bruchstein (wohl der einzige Rest des geschleiften alten Grabsteines).
Bei Tänzer sind beide Gräber eingezeichnet, allerdings dasjenige von Leopold B. tatsächlich, das eine wohl als reservierter Platz. Der Grabstein von Leopold ist aus unbekannten Gründen geschliffen worden und wurde zum Zeitpunkt des Todes von Bertha Brettauer durch einen Obelisk wie den ihren ersetzt.
Der Stein von Leopold B. ist auf der rechten Seite unten, vor Beginn der Basis, beschädigt.
Blickrichtung O 
 
8
<b>Guggenheim Salomon </b>
Guggenheim Salomon
Standort: Sektor B, Reihe 6, Grab 16

Beschreibung:
Auf beiden Seiten reich ornamentierter und groß dimensionierter Grabstein. Es handelt sich um eine rechteckige Stele auf hoher Basis und Sockel mit einem quadratischen, schlusssteinartigen Aufsatz.
Auf der Vorderseite ist der überdimensionierte Schlussstein von einem groben Zinnenfries umgeben, die anschließende Stele ist ebenfalls links und rechts einige Zentimeter unter dem Abschluss von einem Zinnenfries horizontal gesäumt. Die Platte ist gerahmt. In den Rahmen ist ein spitzer, eingezogener Spitzbogen eingeschrieben, in dessen Spitze sich reiches Akanthusblattwerk befindet, an welches nach unten die Schrifttafel in Form einer Gesetztafel Mose anschließt. Zwischen den Tafeln, beim Ansatz der Bögen, befindet sich eine leere Kartusche. Zwischen Rahmen und eingezogenen Spitzbogen in den Zwickeln befindet sich ein Masswerkornament. Auf der Schriftplatte ist eine hebräische Inschrift.
Die Rückseite ist durch eine Art Diamantfries umrahmt, im Schlussstein befinden sich zwei kreisrunde Reliefs in demselben Diamantfriesmuster. Auf der Platte die deutsche Inschrift.
Blickrichtung O 
 
9
<b>Schwarz Abraham </b>
Schwarz Abraham
Standort: Sektor B, Reihe 6, Grab 17

Beschreibung:
Rechteckige, nach oben sich leicht verjüngende, flach abschließende Stele mit einem überdimensionierten dachartigen Aufsatz. Aufbau wie ein Cippus (nachschauen genau), nur rechteckiger Grundriss: Basis, Stele, kapitelartiger Abschluss und aufsitzender Dreieck mit Schlussstein, der durch Eckakroterien an allen vier Ecken an Monumentalität gewinnt.
Römisch-klassizistische, nüchterne Formensprache.
Die reliefartige Schrifttafel mit deutscher Inschrift ist breit gerahmt.
Material: Sandstein (in sich gemustert)
Der Stein ist an der rechten Seite stark verwittert.
Blickrichtung O 
 
10
<b>Brunner Robert </b>
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<i>Vorderseite</i>
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Brunner Robert
Vorderseite

Standort: Sektor B, Reihe 6, Grab 18

Beschreibung:
Auch hier wieder wie bei Heinrich Löwenberg eine abgebrochene Säule als Symbol für einen frühen Tod: die Inschrift bezeugt, dass der nocht nicht 30-jährige an einem solchen schweren Leiden gestorben sein muss.
Auf einem Sockel steht auf einem Postament eine abgebrochene Säule: auf einer eckigen ?? steht die schmucklose Säule. Vorne am Postament, der Name unter einer Kartusche, hinten Eichblattkranz mit einer deutschen Inschrift.
Material: Marmor (ein bisschen zerstört)
Blickrichtung O 
 
11
<b>Brunner Robert </b>
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<i>Rückseite</i>
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Brunner Robert
Rückseite

Standort: Sektor B, Reihe 6, Grab 18 
 
12
<b>Brunner Marco </b>
Brunner Marco
Standort: Sektor B, Reihe 6, Grab 19

Beschreibung:
Auffällig und ornamental gestalteter Stein, unterscheidet sich in der Handschrift von anderen Steinen. Es handelt sich um eine rundbogige Stele mit auskragender Basis und Giebelakroterion die auf einem offensichtlichen neuen Granitsockel aufsitzt.
Die Stele ist gerahmt, wobei der Rahmen von einem Kämpferpunkt zum anderen durch ein Diamantfries ersetzt ist. In die vertiefte Schriftplatte (aus Marmor) mit deutscher Inschrift ist ein Masswerkbogen eingeschrieben. In den beiden Spandrillen befinden sich Lilienblätter. Das Giebelakroterion besteht aus zwei Lilien und ???, zwischen denen eine Aster hervorwächst. Die Basis ist ebenfalls reich floral gestaltet: die rechteckige Basis durchzieht einen Halbbogen in den ein Lorbeerkranz eingeschrieben ist, in den Spandrillen sind jeweils drei deutlich erkennbare Lorbeerblätter.
Auf der Rückseite des glatten Steines steht die Nummer 437.
Blickrichtung O (zwei Astern) 
 
13
<b>Litmann Gisella </b>
Litmann Gisella
Standort: Sektor B, Reihe 6, Grab 20

Beschreibung:
Es handelt sich um eine rechteckige, hohe völlig ornamentlose Platte aus Granit, die auf einem Sockel aufsitzt, rechteckig dazu liegt eine Platte vor der Stele auf dem Boden.
Blickrichtung O 
 
14
<b>Brettauer Jonas </b>
Brettauer Jonas
Standort: Sektor B, Reihe 6, Grab 21

Beschreibung:
Völlig schmuckloser Obelisk auf Granit mit Basis und Sockel. Was mit dem ursprünglichen Grabstein passiert ist, ist unbekannt. Vielleicht wurder er beim Tod seiner Frau Henriette 1902, ebenfalls erneuert.
Blickrichtung O 
 
15
<b>Brettauer Henriette</b>
Brettauer Henriette
Standort: Sektor B, Reihe 6, Grab 22

Beschreibung:
Identisch schmuckloser Obelisk aus schwarzem Granit wie 6/21.
Bei Tänzer zusammen mit Jonas Brettauer als Doppelgrab in den Plan eingezeichnet. 
 
16
<b>Brettauer Elise </b>
Brettauer Elise
Standort: Sektor B, Reihe 6, Grab 23

Beschreibung:
Wiederum schwarzer, schmuckloser Obelisk, nach O blickend. 
 
17
<b>Brettauer Emanuel </b>
Brettauer Emanuel
Standort: Sektor B, Reihe 6, Grab 24

Beschreibung:
Schwarzer Obelisk aus Granit 
 
18
<b>Singer Max; Singer Josza (geb. Littmann); Piroska Singer</b>
Singer Max; Singer Josza (geb. Littmann); Piroska Singer
Standort: Sektor B, Reihe 6, Grab 25

Beschreibung:
Monumental wirkendes schmuckloses Doppelgrab in Form von zwei rechteckigen Granitplatten, dazwischen eine kleinere Platte als Gedenktafel an die in Ausschwitz 1945 verstorbene Piroska Singer. Wiederum vor dem Grab, auf dem Boden liegend, Blickrichtung O, eine Grabplatte aus einem helleren Granit. 
 
19
<b>Kreutzberger Hans </b>
Kreutzberger Hans
Standort: Sektor B, Reihe 6, Grab 26

Beschreibung:
Rechteckiger Granitstein mit einem Grabschmuck wie auf christlichen Friedhöfen üblich, allerdings immergrünes Laub. 
 


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