Jüdischer Friedhof Hohenems - Sektor B Reihe 3

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1
<b>Fürst Johann </b>
Fürst Johann
Standort: Sektor B, Reihe 3, Grab 17

Anmerkung: Grabsteinsanierung 2003/2004

Beschreibung:
Es handelt sich um eine obeliskenartige, sich nach oben verjüngende Stele mit flachem, trapezförmigen Abschluß und einem Aufsatz in Form einer Urne mit Tuch. Die Stele steht auf einem Sockel und trägt eine deutsche Inschrift. Die Urne mit Trauertuch ist Teil einer romantischen Trauerassemblage, hier durch die kühle, klassizistische Formensprache erhabenes Pathos ausstrahlend. Es ist eine Assemblage, die sich auch auf christlichen Friedhöfen findet und aus dem antiken Traditionszusammenhang stammt. 
 
2
<b>Sulzer Fanni geb. Wälsch</b>
Sulzer Fanni geb. Wälsch
Standort: Sektor B, Reihe 3, Grab 18

Beschreibung:
Dieser Grabstein trägt wie der vorige eine glatte Urne mit Tuch, das vom Knauf herunterhängt. Diese Stele ist im Gegensatz zur vorigen allerdings eine rechteckige mit segmentbogenartigen Abschluß, auf dem die Urne auf einem kleinen Sockel aufliegt. Ab dem Giebelfeld sind die Seiten in säulenartigem Relief zurückversetzt. Diese Form ist der Ädikula leicht nachempfunden. Das Schriftfeld wird gerahmt durch eine dünne Gravur in Form der Stele mit Giebel und Aufsatz und zurückversetzten Seiten.
Die Inschrift auf dem Feld ist oben hebräisch, unten deutsch. Die strenge ornamentale Form ist vom Jugendstil geprägt. Die ganze Stele steht auf einem Sockel.
Die Stele ist aus kühlem Marmor.  
 
3
<b>Löwenberg Daniel </b>
Löwenberg Daniel
Standort: Sektor B, Reihe 3, Grab 19

Beschreibung:
Diese Stele ist rechteckig, recht breit, mit einem pyramidenartig zulaufenden Abschluß. Die Stele ist gerahmt und die Schriftplatte durch einen geraden dreiteiligen Rundbogenfries begrenzt. Die deutsche Beschriftung ist nur mehr in Spuren zu sehen. Die Stele ist wahrscheinlich zu einem Drittel in die Erde versunken. 
 
4
<b>Steinbach Josef </b>
Steinbach Josef
Standort: Sektor B, Reihe 3, Grab 20

Anmerkung: Grabsteinsanierung 2000/2001

Beschreibung:
Es handelt sich um eine obeliskenartige Stele, die auf der vorderen Seite pyramidenartig abschließt. Der Aufsatz am Scheitel ist nur mehr in Bruchstücken vorhanden und nicht mehr dechiffrierbar. Die Stele hat ein ungewöhnliches Oval wie für ein Bild auf dem oberen Drittel der Vorderseite tief in den Stein eingelassen. Die Inschrift auf dem Stein ist deutsch mit hebräischer Eingangs- und Schlußformel. Das Medaillon ist für ein jüdisches Grab ungewöhnlich, weil die Verwendung von Porträts und bildlichen Darstellungen verboten wären, vielleicht eines der wenigen, auffälligen Zugeständnisse an die christliche Umgebung. 
 
5
<b>Guggenheim Regine geb. Bollag </b>
Guggenheim Regine geb. Bollag
Standort: Sektor B, Reihe 3, Grab 21

Steinmetz/Bildhauer: A. Mathis

Beschreibung:
Es handelt sich um eine ursprünglich wohl obeliskenhafte Stele, die viermal abgebrochen und wieder zusammengesetzt ist und deren oberer Abschluß gänzlich fehlt. Die Stele ist aus weißem Marmor. Es fehlt jedes Ornament, die Inschrift ist in deutsch mit der hebräischen Schlußformel.
Die Einfriedung und das Blumenbeet auf der Rückseite wurden vermutlich von den Nachfahren erst in jüngster Zeit errichtet. Sie ist für einen jüdischen Friedhof ungewöhnlich und ein Zugeständnis an die christliche Tradition. 
 
6
<b>Bernheimer Bertha </b>
Bernheimer Bertha
Standort: Sektor B, Reihe 3, Grab 22

Steinmetz/Bildhauer: Matt, Bregenz

Beschreibung:
Wir haben hier eine obeliskenartige Stele, die auf einer integrierten Basis steht und diese wiederum auf einem schmalen und einem breiteren, bossierten Sockel. Die Stele ist völlig ornament- und symbollos, trägt eine deutsche Inschrift mit hebräischer Eingangs- und Schlußformel. 
 
7
<b>Wohlgenannt Marianne </b>
Wohlgenannt Marianne
Standort Sektor B, Reihe 3, Grab 23

Steinmetz/Bildhauer: Bechtold, Bregenz

Beschreibung:
Dieser Grabstein ist ein Obelisk auf quadratischem Grundriß, der auf zwei Sockeln steht, wobei der untere wiederum bossiert ist. Dieser Stein ist völlig ornamentlos. Die einzige Inschrift ist “Marianne Wohlgenannt 1827-1901 Ruhe sanft!” Weder eine hebräische Eingangs- noch eine Schlußformel lassen auf ein jüdisches Grab schließen. 
 
8
<b>Weil Salamon </b>
Weil Salamon
Standort: Sektor B, Reihe 3, Grab 24

Beschreibung:
Wir haben hier eine rechteckige Stele mit geradem Abschluß und integrierten Sockel. Die Schriftplatte, deren Inschrift nur noch in Spuren lesbar ist, ist von einem flachen Dreipaßbogen gesäumt. Der mittlere Kreis korrespondiert mit einem Medaillon (eher oval), das verglast ist. Ob es für ein Porträt bestimmt war oder nicht, ist nicht nachzuvollziehen.
Die Stele ist in der Mitte schief abgebrochen und notdürftig wieder zusammengesetzt. 
 


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