Jüdischer Friedhof Hohenems - Sektor A Reihe 7

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Reihe 6 Reihe 8


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1
<b>Kitzinger Jakob </b>
Kitzinger Jakob
Standort: Sektor A, Reihe 7, Grab 1

Beschreibung:
Schmale, nach oben sich verjüngende Stele mit Palmettengiebelakroterion und Voluten. Ähnlichkeit mit einem Obelisken, aber mit rechteckigem Grundriss. Die Stele ist gerahmt und die Schrifttafel hindurch zwiebelförmige Ornamente der Rahmung gestaltet. Am oberen Ende der Schrifttafel ein Stern, der Magen David. Die deutschen Schriftteile sind durch "Kapitelzeichen" (nachschauen) gegliedert.
Die Basis der Stele ist wie eine eigenständige Stele gestaltet in der halben Höhe des oberen Teils: mit Basis, Schrifttafel mit hebräischer Inschrift und Dreiecksgiebel mit Eckakroterion. Die Rahmung der Schrifttafel ist wie oben aufgelockert. Im Giebel befindet sich in der Vertiefung ein Schmetterling, Symbol für die Unsterblichkeit der Seele, für die durch den physischen Tod nicht zerstörbare Seelel.
Die ganze Stele steht wiederum auf einem kleinen Sockel.
Auf der Rückseite des Grabsteines ist die Ziffer 290 zu sehen, ansonsten völlig schmucklos und glatt.
Die Formensprache der Stele ist die eines römisch-griechischen, kühlen Klassizismus.
Blickrichtung O 
 
2
<b>Brettauer Simon </b>
Brettauer Simon
Standort: Sektor A, Reihe 7, Grab 2

Beschreibung:
Stele, die mit einem Schulterbogen abschließt und wahrscheinlich zur Hälfte in den Boden versunken ist. Vorne ist die Gestaltung etwas unbeholfen, insofern als der Eindruck einer rundbogigen Stele erweckt wird mit einem überdimensionierten Giebelakroterion, der den Scheitelpunkt des Bogens übersteigt und deshalb mit der Stele durch einen Übergang von Akroterion und Stele gemauert ist. Tatsächlich ist es so, dass der gerahmte Rundbogen als giebelartiges Blendwerk fungiert, in dessen Vertiefung eine Urne mit Trauertuch gesetzt wurde. Der Abschluss des Giebels durch ein Gesims zieht sich bis in die Seitenteile der Stele durch. Das Giebelakroterion ist mit reichem, verschlungenen Akanthusblattwerk gestaltet in der Art der romanischen skulpturalen Plastik. Dieser wirkt fast wie ein Stilbruch im Vergleich zur romantischen Trauerassamblage der Urne mit Trauertuch.
Auf der Rückseite ist die Zahl 291 sichtbar.
Blickrichtung O 
 
3
<b>Rosenthal August </b>
Rosenthal August
Standort: Sektor A, Reihe 7, Grab 3

Beschreibung:
Es gibt auf dem jüdischen Friedhof einige Zeugen des bürgerlichen Repräsentationbedürfnisses, die Sarkophage sind dafür mithin die eindrücklichsten. Freilich sind die Toten in der Erde begraben.
Der Sarkophag von A. Rosenthal steht auf einem in den Hang hineingepassten Sockel in nahezu Lebensgröße, mit einem flachen Deckel und an der Stelle des Kopfes ein polsterartiger Aufsatz. Der Sarkophag steht gerade auf dem Sockel.
Die Seiten des Sarkophags sind durch kassettenartige Rahmen gegliedert, auch der kaum merkliche gebogene Deckel ist abfallend gerahmt. Der Aufsatz ist wie ein Lesepult gestaltet, mit oberhalb nach hinten geneigter Schriftplatte in der Art eines aufgeschlagenen Buches mit deutscher Inschrift. Der Abschluss zieht sich in einem Bogen nach hinten bis zum Anschlag des Sarkophagdeckels. In den gerahmten Seiten sind zarte Schriftbänder in die Vertiefung platziert, mit hebräischer Inschrift und zartestem Rankenornament.
Blickrichtung O 
 
4
<b>Steinach Martin </b>
Steinach Martin
Standort: Sektor A, Reihe 7, Grab 4

Beschreibung:
Stele mit karniesbogenartigem Abschluss. Die rechteckige Schriftplatte wird durch ein Gesims (?) vom giebelartigen Aufsatz getrennt, der durch eine Urne mit Trauertuch (in Form eines Karniesbogens) gebildet wird.
Die gerahmte Schriftplatte ist wiederum durch einen darin eingeschriebenen Rundbogen und einen diesen ausfüllenden Kleeblattbogen, darin sich die hebräische Inschrift befindet, gegliedert. In den Spandrillen zwischen Rahmen und Rundbogen sind kleeblattartige oder lorbeerartige Blätter.
Die Basis kragt leicht nach vorne und über die Seiten.
Blickrichtung O 
 
5
<b>Keiner Person in der Genealogiedatenbank zuordenbar</b>
Keiner Person in der Genealogiedatenbank zuordenbar
Standort: Sektor A, Reihe 7, Grab 5

Beschreibung:
Reste einer rundbogigen Stele, die bis zum oberen Drittel in den Boden versunken ist, mit einer starken Neigung nach vorne. Erkennbar ist lediglich die Andeutung eines Kleeblattbogens mit hebräischer Inschrift, der in den Stelrahmen eingeschrieben ist.
Blickrichtung O 
 
6
<b>Bernheimer Blume </b>
Bernheimer Blume
Standort: Sektor A, Reihe 7, Grab 6

Anmerkung: Grabsteinsanierung 2000/2001

Beschreibung:
Mehrfach beschädigter Grabstein. Neben dem Sockel liegen die beiden anderen Teile des Grabsteines, unmittelbar daneben der verbliebene obere Teil mit einem flachen Abschluss und einem turmartigen riesigen “Schlussstein”. Erkennbar sind noch der Rundbogenfries mit Kleeblattornamenten unter dem dachartigen Abschluss.
Daneben an diesen angelehnt steht der untere Teil der Stele mit der gerahmten Schriftplatte die wie die Seiten eines Buches gegliedert ist, links die hebräische Inschrift, rechts die deutsche. An der linken Seite noch die Fragmente einer schmalen Säule, daher hat die Stele Anklänge an eine Ädikula.
Blickrichtung jetzt O 
 
7
<b>Reichenbach Kilian  </b>
Reichenbach Kilian
Standort: Sektor A, Reihe 7, Grab 7

Beschreibung:
Wiederum das Grab eines bedeutenden Mannes, erkennbar an der Form des Sarkophages. Der Sarkophag ist in den Hang hineingebaut, deshalb sind der Fußteil und diagonal verlaufend zum Kopfteil, Teile des Sarkophages sind im Hang verschwunden, wenn sie je vorhanden waren.
Die Seiten des Sarkophages sind durch einen auffallenden Rundbogenfries gestaltet, der Deckel ist leicht segmentbogenartig gewölbt und im Kopfbereich, am oberen Endes des Sarkophages, ein stelenartiger Aufsatz.
Auf dem Deckel des Sarkophages befindet sich die deutsche Inschrift, mit zartem Flecktwerk der stelenartige Aufsatz mit dreieckigem Abschluss, steht auf einer kleinen Basis und beinahe? hebräische Inschrift, auf der Rückseite findet sich ebenfalls zartes Rankenornament in Herzform, wie die Unterteilung in Kapitel in Büchern des 19. Jahrhunderts oft zu finden ist.
Blickrichtung O 
 
8
<b>Rosenthal Ignatz </b>
Rosenthal Ignatz
Standort: Sektor A, Reihe 7, Grab 8

Beschreibung:
Stele mit karniesbogenartigem Abschluss, der durch eine Urne mit Trauertuch (karniesbogenartig angelegt) gebildet wird. Giebel und Schriftplatte sind durch ein Gesin…? getrennt. Die gerahmte Schriftplatte ist ziemlich stark verwittert und etwas unbeholfen gestaltet. In den Spandrillen zwischen Rahmen und und Schriftplatte sind jeweils drei ei-artige Formen wie zu einer Blume formiert, eingeschrieben. Vom oberen Rahmen zieht sich ein ??? die Schriftplatte, der zusammen mit der konkaven oberen Begrenzung der Schriftplatte den spitzbogig zulaufenden Rahmen für die “Blume” bilden.
Blickrichtung O 
 
9
<b>Reichenbach Emilie  geb. Steiner</b>
Reichenbach Emilie geb. Steiner
Standort: Sektor A, Reihe 7, Grab 9

Beschreibung:
Es handelt sich hier um das Grab der 2. Frau von Hermann Kilian Reichenbach und ihr Grab ist dem Sarkophag ihres Mannes ähnlich gestaltet, obwohl sie eine Frau ist. In der Inschrift wird Bezug genommen auf den soeben verstorbenen Mann und die Trauer der Angehörigen und den so schnell darauffolgenden Tod der Mutter.
Der Sarkophag ist in den Hang hineingebaut, deshalb sind der Fußteil und diagonal verlaufend zum Kopfteil, Teile des Sarkophages im Hang verschwunden, wenn sie je vorhanden waren.
Die Seiten des Sarkophages sind durch einen auffallenden Rundbogenfries gestaltet, der Deckel ist leicht, segmentbogenartig gewölbt und im Kopfbereich, am oberen Ende des Sarkophages ein stelenartiger Aufsatz.
Auf dem Deckel des Sarkophags befindet sich die deutsche Inschrift, mit zartem Flechtwerk der stelenartige Aufsatz mit dreieckigem Abschluss, steht auf einer kleinen Basis und beinahe ? hebräische Inschrift, auf der Rückseite findet sich ebenfalls zartes Rankenornament, wie die Unterteilung in Kapitel in Büchern des 19. Jahrhunderts oft zu finden ist.
Blickrichtung O 
 
10
<b>Keiner Person in der Genealogiedatenbank zuordenbar</b>
Keiner Person in der Genealogiedatenbank zuordenbar
Standort: Sektor A, Reihe 7, Grab 10

Beschreibung:
Schmale, hohe, rechteckige Stele mit trapezartigem Abschluss. Die Stele hat keine auskragende Basis, diese ist lediglich dadurch gekennzeichnet, dass die Schriftplatte reliefartig vertieft mit ornamentierter Rahmung. Hebräische Schriftzeichen sind zwar erkennbar, aber nicht lesbar. 
 


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