Ermelinda Linsa Ricci Barla

weiblich 1896 -


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  • Name Ermelinda Linsa Ricci Barla 
    Geboren 13 Jan 1896  Ascoli Piceno, Italien Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Geschlecht weiblich 
    Öffentliches Notizfeld Beruf Sopransängerin
    Wohnorte Bozen: 1939
    Ehepartner/in Aldo Castelletti
    Kinder Francesco Ricci (14.4.1921-10.10.1944), Stiefkinder: Carlo Alberto Castelletti (21.9.1915-22.1.1943), Carla (1920), Luciana (1923) Castelletti
    Nachdem seine Frau Bianca Colorni am 28.3.1928 starb, heiratete der Kaufmann und Familienvater Aldo Castelletti am 7.6.1930 in Budapest noch einmal, und zwar die am 13.1.1896 in Ascoli Piceno geborene Sopransängerin Ermelinda Barla, bekannt unter ihrem Künstlernamen Linda Barla Ricci. Den Namen Ricci trug Linda Barla aufgrund ihrer vorangegangenen Ehe mit Renato Ricci, aus der ihr Sohn Francesco Ricci hervorging, der am 14.4.1921 in Ascoli Piceno geboren wurde. Francesco Ricci schloss sich am 2.4.1944 der Partisanengruppe „Stella Rossa Lupo“ an, einer der wichtigsten Partisanengruppen der Provinz Bologna, und wurde politischer Leiter der Kompanie 2a er im Apennin in der Emilia Romagna und in der Toskana. Am 10. Oktober 1944 wurde Francesco Ricci in der Ortschaft Cadotto di San Martino während des Massakers von Marzabotto von der SS ermordet.
    Am 27.2.1939 zog die Familie Castelletti nach Bozen. Im August 1939 hielt sie sich in Cerro d'Ascoli und Ascoli Piceno auf. Im Juli 1941 war Aldo Castelletti unter anderem in Bari. Am 22.3.1942 waren seine Töchter Carla und Luciana in Mailand. Am 21.9.1943 wurde Aldo Castelletti in Meran festgenommen – eine Quelle gibt Fondo im Nonstal als Ort der Festnahme an – und mit seiner Familie bis 23.10.1943 im Meraner Gefängnis festgehalten. Laut Aussagen von Familienangehörigen, die im Bericht der Anselmi-Kommission wiedergegeben wurden, wurden der Familie gleich bei der Verhaftung persönliche Wertsachen abgenommen. Außer Aldo Castelletti wurden alle Familienmitglieder wieder frei gelassen, teils weil sie den „rassischen“ Vorgaben nicht entsprachen, teils aus Versehen. Den beiden Töchtern Carla und Luciana gelang am 21.3.1944 die Flucht in die Schweiz. Ihr Bruder Carlo Alberto Castelletti war am 22.1.1943 in Mantua verstorben.
    Aldo Castelletti wurde vermutlich ins KZ Reichenau deportiert. Von dort wurde er laut Cinzia Villani und Liliana Picciotto ins KZ Auschwitz Birkenau deportiert. Es wird bezweifelt, dass er in Auschwitz eine Nummer zugewiesen bekam. Auch der Zeitpunkt seines Todes konnte nicht rekonstruiert werden. 
    Notizen 
    Personen-Kennung I35559 
    Zuletzt bearbeitet am 31 Mai 2018 

  • Ereignis-Karte
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